Wo nur?

Wo bin ich gewesen in der vergangenen Zeit?

Ich weiß nur, ich war weg in meiner Ferne ganz weit.

Auf der Suche nach dem Sinn in meinem Leben

Kann es ein Ziel für mich nur geben.

Diese Erkenntnis erhielt ich beim Stolpern

Durch unwegsames Gelände.

Die Tiefe, der Sog im breiigen Sumpf waren mich am Foltern.

Da ging ich unter, griff nach allem, was sich bot für meine Hände.

Doch die Kraft war das erste, was mich verließ.

Ach, wie fühlte ich mich mies!

Alles, was mir blieb, war mich selbst zu hassen.

Keinen Menschen wollte ich in meine Nähe lassen.

Wie ein waidwundes Tier hab ich alle weg gebissen.

Ich will Nichts und Niemand jemals wieder vermissen!

Tristess war mein Begleiter für einige Zeit

So zog es mich immer tiefer, mein Leid.

Immer hab ich mich an anderen gemessen

War von diesem Kampf so besessen…

Irgendwann bin ich endlich aufgewacht,

Habe geschrien und laut gelacht!

Endlich begriffen und dafür endlich bereit:

„Mein eigenes Glück und meine Zufriedenheit!“

©by UMW

Der Wunschautomat

Ganz unauffällig schmiegt er sich zwischen die Getränke- und Süßigkeitenautomaten. Der einzige Unterschied ist ein leichtes leuchten. Das Gerät scheint feiner gewebt zu sein als die anderen klobigen Automaten. So manch ein Mensch steht davor, sieht jedoch nur die weiße Wand. Andere wiederum gehen darauf zu, streichen lächelnd leicht über das Material und gehen zufrieden weiter ihrer Wege.

Eines Tages lief Katharina durch diese Halle. Der Durst trieb sie zu den Automaten. Sie zog sich eine Saftschorle. Gedankenverloren stand sie vor den Kästen und nahm auf einmal ein wabern wahr. Was ist das? Ging es ihr durch den Kopf. Innerhalb von kurzer Zeit hatte sich der mittlere Automat manifestiert. Sie befühlte ihn. Er strahlte ein wenig Wärme aus und hatte verschiedene Knöpfe. Knöpfe ohne Funktion.

Die junge Frau schüttelte ihren Kopf und war in Gedanken gleich wieder bei dem Mann, der ihr seit einer geraumen Zeit Kopfzerbrechen bereitete. Sie wünschte sich eine gute Zeit mit ihm, für länger. Doch er schien sie nicht wirklich wahr zu nehmen und hatte sich schon länger nicht mehr gemeldet. Kopfschüttelnd ging sie weiter, verdrängte diesen Gedanken und konzentrierte sich wieder auf ihre Arbeit. Sie vertiefte sich in den Text, den sie zu korrigieren hatte und vergaß alles um sich herum. Zur Mittagszeit riss sie ihre Kollegin aus ihrer Arbeit und fragte nach einem gemeinsamen Mittagsessen. Sie nickte zustimmend, nahm ihr Mobiltelefon in die Hand und schulterte ihre Handtasche. Bei dem schönen Wetter heute wollten sie die Pause im Park verbringen.

Ein Vibrieren machte Katharina auf den Eingang einer Nachricht aufmerksam. Kurz sah sie auf das Display. Sie blieb stehen und sah noch einmal darauf. Das gab es doch nicht! Es war eine Nachricht von Franz. Eine Einladung zum Essen. Misstrauisch schaute sie nochmals auf die Nachricht. Träumte sie jetzt? Sie zwickte sich selbst. Autsch! O.k….

Nach der Pause wollte sie ihm antworten. Es machte sie nervös. Dieses Gefühl schob sie jetzt zur Seite und unterhielt sich mit ihrer Kollegin über den neuesten Tratsch in der Firma.

Wieder am Arbeitsplatz las sie die Nachricht erneut. Überlegte kurz und antwortete, dass sie sich freuen wurde.

Am Nachmittag zog sie sich noch ein Getränk, sah sich den mittleren Automaten nochmals an und konnte nicht feststellen, was es mit diesem Gerät auf sich hatte. „Cool wäre es, wenn du mir mein Konto auffüllen könntest,“ grinste und schüttelte über sich selbst den Kopf.

Nach weiteren zwei Stunden hatte sie ihren wohlverdienten Feierabend. Mit dem Auto quälte sie sich durch den Feierabendverkehr durch die Stadt. Zu Hause leerte sie den Briefkasten, kickte ihre Schuhe von den Füßen und machte es sich auf der Couch bequem. Mit der Fernbedienung schaltete sie die Musik ein und sah ihre Post durch. Ein paar Rechnungen und ein Einschreiben. Was war das denn schon wieder? Sie schlitzte das Kuvert auf und entnahm das Schreiben. Katharina überflog es und schrie auf. Sie hatte gewonnen. Noch nie hatte sie irgendwo irgendetwas gewonnen. Das kann nur Verarsche sein, war ihr erster Gedanke. Doch es handelte sich um eine reale Firma und sie hatte vor einem halben Jahr bei einem Preisausschreiben mitgemacht. Auf einer Messe.

Ein Anruf am nächsten Tag bestätigte das Schreiben und nach mehreren Tagen hatte sie einen fünfstelligen Betrag auf ihrem Konto gutgeschrieben.

Franz hatte ihr beim Essen seine Zuneigung gestanden. Seitdem verbrachten sie viel Zeit miteinander und lernten sich näher kennen.

Den Wunschautomaten hatte Katharina seitdem nie wieder gesehen und mit der Zeit vergaß sie sein Vorhandensein und lebte glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

©by UMW

Zeitqualitäten

Für alles gibt es einen richtigen Zeitpunkt. Zumindest wird das immer so gesagt. Ich glaube, dass es viele mit mir gibt, die meinen die Zeit beeinflussen zu können. In vielen Dingen ist das unmöglich. Wir brauchen Geduld. In der heutigen Zeit ist Geduld etwas, was den meisten abgekommen ist. Wenn wir etwas wollen, setzen wir es im Normalfall direkt und sofort um. Gerade dann, wenn es käuflich ist und wir das Geld dafür auch verfügbar haben.

Es gibt aber so viele Dinge, die wir nicht mit Geld erwerben können. Dazu gehört die Gesundheit, das Glück, die eigene Zufriedenheit, Zeit, Liebe usw. Damit sich etwas entwickeln kann, braucht es Zeit. Damit etwas heilen kann, braucht es Zeit. Für das Erreichen der eigenen Zufriedenheit braucht es Zeit. Damit Liebe sich entfalten kann, braucht es Zeit. Wir können nichts forcieren, was wir nicht selbst beeinflussen können. Um aber etwas erreichen zu können, benötigen wir Geduld. Damit wir die Geduld dafür aufbringen können, sollten wir dieses „etwas“ von Herzen wollen. Es sollte also ein Herzenswunsch sein.

Ich höre jetzt schon die Stimmen, die da sagen: „Es ist mein Herzenswunsch, dass… Aber es passiert nichts.“ Da frage ich jetzt: „Was tust du dafür, damit du dein Ziel erreichen kannst? Wie bringst du dich ein?“

Dadurch, dass wir es versäumen im Hier und Jetzt zu leben, wird Zeit überbewertet. Wir sollten im Moment leben und Dinge auf uns zukommen lassen, achtsam sein in unserem Tun und mehr auf die Qualität des Moments achten.

Es ist ein akzeptieren der Gegebenheiten und ein annehmen. Ich weiß, wie schwer es ist. Aber ich versuche zu vertrauen, dass alles so kommt, wie es für mich – und alle Beteiligten – am besten ist.

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Simplify your Life

Um das Leben einfach zu halten braucht es nur wenig:

Klare Worte (Ansagen)

Zufriedenheit

Beschäftigung

Freiheit

Alles andere ist lediglich schönes Beiwerk und schaut bei jedem anders aus. Für mich ist vieles mit Emotionen verbunden. Vogelgezwitscher, Sonne, Berge und Seen geben mir ein gutes Gefühl und mir geht alles leichter von der Hand.

Es ist Zeit sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen. Make it easy 😉

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Das Jahr schwindet – kurze Rückschau

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Dieses Jahr hat nur noch wenige Stunden… Es war ein bewegtes Jahr. Was hat es mir gebracht bzw. wie ist es verlaufen?

Ich bin dankbar, dass alle aus meiner Familie und dem engeren Freundeskreis gesund sind.

Beruflich wird mein Ziel neu definiert. Daran arbeite ich. Bis Februar bin ich noch in der Weiterbildung und danach wird sich für mich eine passende Möglichkeit finden, in der ich meine Kenntnisse und meine Fähigkeiten einsetzen kann um Wertschätzung und Zufriedenheit zu erfahren. Ich bin ganz zuversichtlich.

Sportlich hatte ich mir im abgelaufenen Jahr so einiges vorgenommen. Irgendwie habe ich es nicht geschafft. Ich habe es immer wieder in Angriff genommen und habe sogar kleine Ziele erreicht. Und doch erlitt ich immer wieder einen Rückschlag.

Mein Wille wieder in eine bestimmte Motorrad-Lederhose zu passen war auch zu schwach. Aber hier bleibe ich dabei. Ich habe es schon einmal geschafft und ich kann es schaffen. Es dauert noch… Mein Ziel habe ich hier ganz klar vor Augen.

Was war nun positiv in diesem 2016?

Ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt und meine langjährigen Freunde haben mich auch dieses Jahr wieder begleitet und sind mir in weniger schönen Zeiten zur Seite gestanden. Dafür bin ich sehr dankbar.

Mein Leben hatte ich mir inzwischen recht gut als Single eingerichtet und war viel mit Menschen verschiedenster Couleur unterwegs. Somit war ich sozial gut eingebunden und konnte mich zurückziehen, wenn mir der Sinn danach stand. Natürlich fehlte manchmal zwischenmenschliche Nähe, Zärtlichkeiten etc. – aber ich kam zurecht und war zufrieden. Und dann passiert es.

Das Universum hat gemeint, in meinem Leben darf sich etwas ändern und hat mir einen Mann „geschickt“. Ein Geschenk des Himmels? Ich sehe es so, denn er ist so ganz anders als die Männer, die bisher meinen Weg gekreuzt haben. Er hat sich um mich bemüht. Es finden Dialoge statt und die Interessen sind stimmig. Er bringt sich ein, nimmt an meinem Leben teil so wie er mich an seinem Leben teil haben lässt. Ja, es hat „bumm“ gemacht und ich mich verliebt.

2016 war ein Jahr mit vielen Tiefen, hat sich jedoch in der Mitte des Jahres besonnen und mir doch einige Höhen geschenkt.

Und nun nähern wir uns dem Abschied dieses Jahres. Ich sage DANKE und schaue nach Vorne.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch! Lasst die Korken knallen und feiert im Kreise der Menschen, die euch wichtig sind.

Ein fröhliches entspanntes und glückliches neues Jahr 2017 wünsche ich euch – vor allem Zufriedenheit!

©UMW

Viel los die Tage…

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind dieses Jahr angefüllt mit viel Nähe, Genuss und Ausflügen. Einerseits hatte ich Besuch bekocht und andererseits war ich eingeladen und durfte meine Füße hochlegen und genießen. Die Tagen haben mir wundervolle Zweisamkeit beschert und jede Menge Familie.

Bei sonnigem Winterwetter und knapp 10 Grad waren wir mit dem Cabrio im Allgäu unterwegs, haben uns verschiedene Städtchen angesehen und pure Natur erlebt.

Es sind Tage der Liebe, des Friedens und der Zufriedenheit. Dafür bin ich unsäglich dankbar.

©UMW