Wenn einer eine Reise tut…

Sommerzeit… Reisezeit… Obwohl, meiner Meinung reisen wir inzwischen ganzjährig. O.K., diejenigen, die wie ich Hummeln im Hintern haben oder schlichtweg immer etwas „Neues“ sehen oder erleben wollen.

Juchhu! Ich habe Urlaub. Zwar nur eine Woche, aber das hilft ungemein sich zu entspannen. Wieder einmal „runter zu kommen“ und dem Geist die Möglichkeit geben, die Anspannungen loszulassen.

Vor einiger Zeit hat mich eine Freundin schon eingeladen sie in Hamburg zu besuchen. Ich mag Hamburg sehr gerne. Wenn es dort Berge hätte, wäre das mein bevorzugtes Domizil.

IMAG0546Gestern morgen um 5.58 Uhr war die geplante Zugabfahrt. Für mich hieß das früh aufstehen, was mir als Frühmensch immer gut gelingt. So bin ich um 4.45 Uhr aufgestanden. Das Stück zur U-Bahn bin ich gelaufen. Mit Rucksack ist das ja alles ganz einfach. Mit der Bahn um 5.36 Uhr sollte ich in zehn Minuten am Hauptbahnhof sein, so dass ich locker den Zug erreichen könnte. Die Bahn fiel aus!

Es würde alles zu spät werden und ich den Schlusslichtern des Zuges hinterhersehen. Soweit wollte ich es nicht kommen lassen, also rief ich ein Taxi. Bis das Taxi bei mir gewesen wäre auch wieder zehn Minuten abgelaufen. Das wird ja noch später! Bringt nichts… Was habe ich gemacht? Kein Bus in Sicht. Zum Laufen zur S-Bahn zu weit. Also den nächsten Handwerkerbus aufgehalten und gefragt, ob die in die Innenstadt fahren. Die beiden Männer haben mich angesehen, als wenn ich ein Marsweibchen wäre. Oh, du armes Deutschland!

Quer über die Kreuzung sehe ich ein freies Taxi, zu erkennen am leuchten des Taxizeichens. Ich winke hektisch, der Fahrer hält. Er verlädt meinen Rucksack im Kofferraum. Panisch erkläre ich dem Fahrer, dass ich in zehn Minuten am Hauptbahnhof sein müsse. Seiner Meinung nach sollte das um diese Uhrzeit machbar sein. Prima! Die Zeit läuft und jede rote Ampel ist Horror für mich. 5.55 Uhr sind wir tatsächlich angekommen. Ich drücke ihm 15 Euro, inklusive einem sehr guten Trinkgeld, in die Hand und springe an dieser roten Ampel vor dem Bahnhof aus dem Fahrzeug.

Im Sprint laufe ich zum passenden Gleis und springe in den Zug. Als erstes suche ich meinen reservierten Sitzplatz. Dieser war besetzt. Freundlich mache ich auf meine Reservierung aufmerksam und schon gehört mir mein Sitzplatz. Die Strecke von München nach Hamburg wollte ich sitzend verbringen. Der Zug war voll und sämtliche Plätze belegt.

Da ich nun meinen ICE erreicht hatte, konnte ich erst einmal durchatmen. Schlussendlich hatte der Zug zehn Minuten Verspätung. Mein Körper hatte sich ganz bestimmt über den Adrenalinkick verbunden mit einem Sprint sehr gefreut 😀 😀 😀

©by UMW